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Inkontinenz

Was ist Inkontinenz?

Von Inkontinenz ist dann die Rede, wenn es zu einem ungewollten Harnverlust kommt. In Österreich sind etwa 850.000 Menschen davon betroffen, wobei etwa 4-mal so oft junge Frauen davon betroffen sind wie Männer. Bei Personen ab 80 Jahren ist die Zahl der Betroffenen zwischen Männern und Frauen ausgeglichen.

Die Harninkontinenz wird im Volksmund auch oft „Blasenschwäche“ genannt.

Der unfreiwillige Verlust des Harns kann unterschiedlichste Ursachen haben. Eine Blasenschwäche ist in ärztlicher Behandlung sehr gut behandelbar, doch meist ist die Scham der Patienten zu groß, um den Weg zum Arzt auf sich zu nehmen. Die Folgen der Inkontinenz sind nicht lebensbedrohlich, schränken die Lebensqualität aber bedeutend ein.

Was geschieht in der Blase mit dem Harn?

Zuerst wird der Harn in den Nieren konzentriert und anschließend über den Harnleiter in die Blase geleitet, um sich dort zu sammeln. Ab einem Füllvolumen von etwa 150 – 300 ml schickt die Harnblase einen Nervenreiz an das Gehirn und meldet, dass sie voll ist. Wenn die Regelung der Blase einwandfrei funktioniert, kann der Harndrang unterdrückt werden. Bei einer nicht funktionierenden Regulation der Blase muss entweder sofort eine Toilette aufgesucht werden oder der Verlust des Harns geschieht unmittelbar.

Leiden Sie unter Inkontinenz? Wir haben ein breites Spektrum an Produkten, die Ihnen Hilfe für Ihren Alltag verschaffen können.

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Welche Arten der Inkontinenz gibt es?

Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzinsuffizienz oder Erkrankungen der Schilddrüse beeinflussen, ob und welche Arten der Inkontinenz entstehen können. Genauso, wie die Einnahme von Medikamenten und Suchtmittel wie etwa Beruhigungsmittel, Alkohol, Drogen oder Antidepressiva und auch Koffein können Blasenschwächen hervorrufen oder auch verstärken.

Die häufigsten Formen der Inkontinenz sind:

  1. Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)
  2. Dranginkontinenz (Überaktive Blase)
  3. Überlaufinkontinenz (paradoxe Inkontinenz)

Belastungsinkontinenz (Stresskontinenz)

Bei der Belastungsinkontinenz reicht die Kraft des Harnröhrenschließmuskels nicht aus, um einen Harnverlust zu verhindern. Eine Druckerhöhung im Bauchraum führt zu dem ungewollten Harnverlust, die Harnblase ist voll funktionsfähig.

Diese Form der Harninkontinenz wird zumeist durch reflexartiges Zusammenziehen der Bauchmuskulatur wie beim Lachen, Husten oder Hochheben von schweren Dingen sowie Übergewicht und eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur ausgelöst.
Am häufigsten davon betroffen sind Frauen, die aufgrund von Schwangerschaft und Geburt eine Blasenverlagerung haben. Dennoch betrifft die Belastungsinkontinenz alle Geschlechts- und Altersgruppen, besonders aber Personen zwischen 50 und 60 Jahren.

Bei Übergewicht führt eine Gewichtsabnahme zu einer schnellen Verbesserung der Belastungsinkontinenz. Weitere Formen der Therapie sind das Beckenbodentraining oder die Einnahme von Medikamenten.

Dranginkontinenz (überaktive Blase)

Bei der Dranginkontinenz verliert die Blase auch bei geringer Befüllung den Urin. Der Nervenreiz der „vollen Blase“ kann nicht unterdrückt werden und es kommt zum unkontrollierten Harnverlust.
Grund hierfür ist zumeist eine Erkrankung des Nervensystems oder die Ursachen sind neurologisch bedingt.
Bei der Dranginkontinenz kann die überaktive Blase mithilfe von Blasentraining, medikamentös oder mithilfe einer Operation behandelt werden.

Überlaufinkontinenz (paradoxe Inkontinenz)

Von einer Überlaufinkontinenz wird dann gesprochen, wenn der Harnverlust aus einer prall gefüllten Blase nur tröpfchenweise geschieht. Betroffene können ihre befüllte Blase nicht vollkommen entleeren, sodass immer Restharn zurückbleibt und öfters der Drang des „Wasserlassens“ entsteht.

Ursachen der Überlaufinkontinenz können etwa eine Vergrößerung der Prostata, Störungen der Nervenbahnen oder eine geschwächte Blasenmuskulatur sein.
Eine Behandlungsform, die die Blase sofort entlastet, ist das Setzen eines Katheters. Dabei wird ein dünner Schlauch in die Harnröhre eingeführt, die den Harn in ein Behältnis ableitet. Die Aktivierung des Blasenmuskels durch Medikamente verschafft ebenfalls eine Verbesserung.

Seltene Formen der Inkontinenz

  • Reflexinkontinenz – tritt bei Querschnittsgelähmten auf
  • Extrauretale Inkontinenz – tritt durch Gewebeschäden oder bei vesikovaginaler/ ureterovaginaler Fistelung auf
  • Mischinkontinenz von Belastungs- und Dranginkontinenz
  • Bettnässen – tritt vermehrt bei Kindern auf, wird auch Enuresis genannt

Alltagshilfen bei Harninkontinenz

Während sich die Behandlungsmethoden bei den verschiedenen Formen der Harninkontinenz voneinander unterscheiden, sind die Alltagshilfen, welche Ihnen den Umgang mit dem Problem des Harnverlusts erleichtern, dieselben – ob Dranginkontinenz, Belastungsinkontinenz, Überlaufinkontinenz, Mischinkontinenz oder eine der selteneren Formen der Harninkontinenz.

In unserem Online Shop finden Sie ein breites Sortiment dieser Hilfsmittel. Von der Einlage oder Erwachsenenwindel bis zu Sitzunterlagen und Betteinlagen, aber auch Produkte für die Reinigung und Pflege der betroffenen Hautstellen.

Während Sie daran arbeiten, den Harndrang und ungewollten Harnverlust durch die richtige Behandlung (Beckenbodentraining, Katheter, Medikamente) in den Griff zu bekommen, erleben Sie damit Ihren Alltag wieder selbstbewusst und ohne Scheu.

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