
Keine Angst vor Venenbehandlung
Es muss nicht immer eine Operation sein
Von Univ.Prof.Dr. Sanja Schuller-Petrovic
Mehr als die Hälfte der Europäer leiden unter Venenerkrankungen - es handelt sich also um eine echte Volkskrankheit. Klienten haben oft Angst vor der Untersuchung und noch mehr vor der Operation.
Daher kommt es oft viel zu spät zu einer medizinischen Behandlung. Leider werden Krampfadern immer noch fälschlicherweise als kosmetisches Problem betrachtet, obwohl es ohne Behandlung zu schwerwiegenden Folgen kommen kann; wie zum Beispiel zum offenen Bein.
Vielfach ist es gar nicht bekannt, dass die Venenuntersuchung mit dem Farbultraschall völlig schmerzlos ist. Bemerkenswert ist nebenbei, dass in den letzten Jahren neue Methoden entwickelt worden sind, die dem Klienten die klassische Stripping Operation ersparen können.
Radiowellen- und Laserstripping
Bei diesen Methoden wird durch einen kleinen Stich ein dünner Katheter in die erkrankte Vene eingeführt und mittels Radiowellen oder mit einem Laserstrahl behandelt. Die Erwärmung der Venenwand führt zum dauerhaften Schrumpfen des erweiterten Gefäßes und zum Ausschalten des schädlichen Staus.
Durch die Normalisierung des Blutflusses werden Spätfolgen wie Entzündungen der Haut und das Beingeschwür verhindert.
Das optische Resultat ist hervorragend, da es keine Narben gibt. Meistens kann diese Behandlung in Lokalanästhesie und überdies ambulant durchgeführt werden.
Mikroschaum Verödung
Die Behandlung mit einem Verödungs-Schaum hat sich als sehr effektiv und auch als dauerhaft wirksam erwiesen. Dabei wird der Schaum mit einer dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle in die Krampfader eingespritzt. Diese Vorgehensweise verschließt die erweiterten Venen. Die Methode wird ambulant und ohne Lokalanästhesie durchgeführt. Ein speziell entwickelter OFA Venenstrumpf ergänzt die Therapie und sollte bis ca. 14 Tage nach der Behandlung getragen werden.
Die neuen Entwicklungen in der Venentherapie ersparen dem Klienten die Stripping-Operation, führen aber zu vergleichbaren Ergebnissen, wie sie bisher durch radikale Operationen erzielt wurden. Es gibt mittlerweile für Klienten überhaupt keinen Grund mehr vor der Behandlung von Krampfadern Angst zu haben und so könnte sich der eine oder andere früher zu einer Therapie entschließen. Medizinisch sinnvoll wäre dies auf jeden Fall!
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